Wie alles begann

Die ganze Geschichte

Die Initiative und Interessengemeinschaft Dein Seelenfrieden ist nicht am Reißbrett entstanden. Sie ist aus dem Fluss des Lebens gewachsen – aus Begegnungen mit Menschen, aus Reisen, aus Gesprächen am Feuer und aus Momenten auf Festivals. Aus vielen Erfahrungen, die sich an unterschiedlichen Orten in Deutschland und der Welt zusammengefügt haben.

Der Ursprung dieser Initiative liegt tatsächlich im Ego ihres Gründers. Und gerade deshalb ist die Geschichte dahinter ein wichtiger Teil von Dein Seelenfrieden.

Der erste Ego-Moment

Am Anfang stand der Wunsch, Menschen mit einem eigenen Konzept zu unterstützen. Dieses Konzept trägt den Namen PEK, psychoenergetische Körperarbeit.

Der Initiator wollte damit Menschen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Zu dieser Zeit bereitete er sich auf die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie vor. Kurz vor dieser Prüfung stellte ihm ein Bekannter eine einfache, aber sehr direkte Frage:

"Warum willst du diese Prüfung wirklich machen?
Um Menschen zu helfen, brauchst du keinen Stempel vom Amt."

Diese Frage traf einen wunden Punkt. Sie machte sichtbar, dass hinter dem Wunsch nach Titeln und Abschlüssen auch ein Ego-Anteil stand, der Anerkennung und Bestätigung suchte – der Teil, der sagen wollte: Schaut, was ich kann. Schaut, wer ich bin.

Mit dieser Erkenntnis fiel ein Stück dieses Egos weg. Und genau daraus entstand PEK. Psychoenergetische Körperarbeit war von Anfang an nicht als starres System gedacht. Es ist ein offenes, wachsendes Konzept – ein Raum, in den Menschen ihre eigenen Fähigkeiten einbringen können. Ein gemeinsamer Prozess des Lernens, Wachsens und Verbindens.

Ein Konzept, das sich verändert, genau wie das Leben selbst – und das von allen genährt wird, die sich daran beteiligen.

Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass daraus keine Ein-Mann-Show entstehen sollte. Es sollte etwas sein, das im Austausch mit anderen Menschen wächst – etwas Gemeinschaftliches.

Und so entstand ein Name für das, was damals eher ein Gefühl als ein fertiges Projekt war:

Dein Seelenfrieden.

 

Der zweite Ego-Moment

Der zweite Ursprung entstand auf Festivals.

Der Initiator von Dein Seelenfrieden war selbst regelmäßig auf kleineren alternativen, spirituellen und kulturellen Festivals unterwegs. Als blinder Mensch war es für ihn jedoch oft schwierig, sich dort wirklich zurückziehen zu können.

Das kleine Iglu-Zelt bot kaum Platz. Bei schlechtem Wetter wurde es eng und ungemütlich. Der Wunsch entstand, einfach einen ruhigen Ort zu haben – einen Platz zum Zurücklehnen, zum Durchatmen, zum Kaffee- oder Teetrinken. Einen Ort, an dem genug Raum ist, um sich auch als blinder Mensch frei und entspannt bewegen zu können.

So entstand zunächst eine ganz einfache Idee:
Ein fünf Meter großes Glockenzelt.
Ein eigener Raum – ein kleiner Luxus auf Festivals.

Natürlich tauchte schnell auch wieder der Gedanke auf, dass dieses Zelt gleichzeitig Raum für Workshops und Begegnungen bieten könnte. Auch hier spielte das Konzept der psychoenergetischen Körperarbeit bereits eine Rolle.

Doch dann entstand ein weiterer Gedanke:

Wenn dieser Raum ohnehin da ist und ich selbst viel unterwegs bin, warum sollte dieser Ort nicht auch anderen Menschen offenstehen?
Warum sollte dieser Rückzugsraum nicht auch Menschen zur Verfügung stehen, die sich ebenfalls kurz aus dem Trubel eines Festivals zurückziehen möchten?

So begann aus einer ursprünglich sehr persönlichen Idee langsam etwas Gemeinschaftliches zu wachsen.

 

Die Entstehung des Safe Place to Be

Während der Festivalsaison 2024 entstanden viele Kontakte und Begegnungen – mit Menschen, Veranstaltern und Besuchern, die die Idee eines solchen Rückzugsraums sofort verstanden.

In der Saison 2025 wurde das Glockenzelt bereits auf fünf mehrtägigen Veranstaltungen als ruhiger Rückzugsort für Menschen mit Reizüberflutung und als Raum zum einfachen Sein angeboten.

Auf dem New Healing Festival (www.newhealing.de) im Jahr 2025 erhielt dieser Ort dann aus der Gemeinschaft heraus seinen Namen:
Safe Place to Be.

Seit diesem Moment trägt das Zelt diesen Namen.

 

Von der Idee zur Initiative

Was einen Namen hat, beginnt zu wachsen.

Mit der Unterstützung vieler Menschen, die diese Idee gut fanden, entstand daraus langsam mehr als nur ein persönliches Projekt.

So entstand die Initiative Dein Seelenfrieden als gemeinschaftliches Projekt für Assistenz, Barrierefreiheit, Inklusion und gelebte Menschlichkeit.

Im Moment sind wir noch eine kleine, lose gewachsene Gemeinschaft: Menschen mit und ohne Behinderung, Veranstalter und Gäste sowie Menschen aus ehrenamtlicher Arbeit, sozialen Projekten oder beruflichen Zusammenhängen.

Ein bunt gemischter Kreis von Menschen, die alle auf ihre eigene Weise dazu beitragen möchten, das Thema nicht sichtbare Behinderungen stärker in das Bewusstsein unserer Gesellschaft zu bringen.

Langfristig ist geplant, aus der Initiative einen gemeinnützigen, eingetragenen Verein zu machen. Ein erster Satzungsentwurf existiert bereits und wird aktuell weiter ausgearbeitet.

 

Wer steht hinter dieser Initiative?

Doch wer ist der Mensch, aus dessen Ego diese Idee ursprünglich entstanden ist und der dieses Ego heute bewusst in den Dienst der Gemeinschaft stellt?

Diese Jahre markieren einige der entscheidenden Stationen auf dem bisherigen Lebensweg des Initiators Reneè / Tiger Ji:

Geboren 1984 und aufgewachsen am Niederrhein auf einem Selbstversorgerhof mit Handwerk und Naturverbundenheit.

2005 durch einen Autounfall erblindet und für die Medizin unerklärlich ohne weitere schwere Folgen überlebt. Lediglich der Geruchssinn ist zusätzlich beeinträchtigt.

2012 begann der Weg in Richtung altes Wissen, alternative Heilweisen und Spiritualität.

2016 bis 2017 eine zehnmonatige Reise durch Indien in den Himalaya.

2022 bis 2023 Abschluss in Sexualberatung und Therapie sowie Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie mit bewusster Entscheidung, auf die Prüfung vor dem Gesundheitsamt zu verzichten.

2023 Vater geworden.

2026 der Schritt, mit Dein Seelenfrieden und dem Safe Place to Be öffentlich sichtbar zu werden und diese Idee weiter in die Welt zu tragen.

 

Eine persönliche Reflexion

Eine einfache Frage eines Menschen, den ich kaum kannte, hat etwas in mir verändert:

Warum willst du wirklich diese Prüfung machen?
Um Menschen zu helfen, brauchst du keinen Stempel vom Amt.

Dieser Satz begann in mir zu arbeiten. Schritt für Schritt wurde mir klar, dass Egoismus und Gemeinschaftssinn keine Gegensätze sein müssen. Wenn man versteht, dass das Wohl der Gemeinschaft letztlich auch über das eigene Wohl und die eigene Sicherheit entscheidet, beginnen sich diese beiden Seiten miteinander zu verbinden.

Wenn das Ego erkennt, dass die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte auch in anderen Menschen leben, kann es einen Schritt zurücktreten – nicht aus Schwäche, sondern aus Einsicht. Aus dem Verständnis heraus, dass eine starke Gemeinschaft mehr für alle erschaffen kann und damit auch für einen selbst.

In diesem Moment beginnt etwas, das man vielleicht Frieden nennen kann: 

Dein Seelenfrieden.

Ich begann zu erkennen, dass das, was mich im tiefsten Inneren antrieb, mehr war als das, was mein Ego wollte. Mein Ego, geprägt von alten Verletzungen und Erfahrungen, wollte gesehen werden. Es wollte Anerkennung, Aufmerksamkeit und Liebe.

Lange Zeit gab ich viel, oft getrieben von diesem alten Schmerz. Ich wollte helfen, unterstützen und etwas Gutes tun, ohne zu erkennen, dass ich dabei auch versuchte, etwas in mir selbst zu heilen.

Doch genau dieses verletzte Kind in mir legte letztlich die Grundsteine für meinen Weg. Schritt für Schritt führte es mich zu der Erkenntnis, dass echte Heilung selten allein geschieht.

Wie es in vielen alten Kulturen beschrieben wird, entsteht tiefe Heilung oft erst in einer starken Gemeinschaft – in einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig stärkt, schützt und sicher hält.

Dazu ein Lied, das mich auf diesem Weg schon lange begleitet:

"Ein Wald, der leise wächst"
https://www.youtube.com/watch?v=gISLz3sKIE0

 

Genau aus diesem Gedanken heraus begann in mir die Idee von Dein Seelenfrieden zu wachsen.

Über den Winter durfte dieser Gedanke zusammen mit der Idee des Safe Place to Be in mir reifen. Und wie ein Samen, der lange im Boden ruht, beginnt nun mit dem Frühling etwas zu wachsen – ein Projekt, das sich verzweigen darf, das wachsen darf und hoffentlich viele Früchte der Menschlichkeit trägt.

Ich als selbst betroffener Initiator freue mich über jeden Menschen, dem wir mit unserer Initiative Dein Seelenfrieden auch nur ein kleines Stück Unterstützung auf seinem Weg sein können.

Und ich freue mich über jeden Menschen, der diesen Weg mit uns geht. Manche unterstützen aktiv vor Ort, andere mit Ideen, Zeit oder materiellen bzw. finanziellen Mitteln. Wieder andere helfen einfach, indem sie unsere Beiträge teilen, davon erzählen oder Menschen auf Dein Seelenfrieden aufmerksam machen.

Auch das ist Unterstützung. Denn jede Stimme, die diese Idee weiterträgt, hilft dabei, mehr Bewusstsein, mehr Menschlichkeit und mehr gegenseitige Unterstützung in die Welt zu bringen.

So wächst Dein Seelenfrieden Schritt für Schritt weiter – durch Menschen, die bereit sind, ein kleines Stück dazu beizutragen.

Ein Wald, der leise wächst

Dein Seelenfrieden, der leise wächst.

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